Die Bilderhöhlen Nordspaniens
Bilbao und Ekainberri
Wir starten die Tour mit einem Einführungsvortrag und lernen uns beim gemeinsamen Abendessen kennen. Am ersten Reisetag geht es dann Richtung Osten zur fantastischen Nachbildung der Höhle von Ekain - Ekainberri. Zunächst lassen wir die Atmosphäre der Höhle in Stille auf uns wirken, beim zweiten Rundgang halten wir dann an den einzelnen großartigen Darstellungen und staunen über die Pferde, Bisons und Bären. Danach tauchen wir ein wenig ein in das Leben der Eiszeit und sehen wie mühsam es war Feuer zu entfachen, hinterlassen selbst ein paar Kunstwerke an der Wand und erproben unsere Fertigkeiten mit der Speerschleuder. Nach dem Museumsbesuch geht es retour nach Bilbao, wo noch ein wenig Zeit bleibt für den Besuch des archäologischen Museum, einen Blitzbesuch im Guggenheim oder einen gemütlichen Bummel durch die Altstadt.
Ramales de la Victoria und Escobedo
Covalanas
Die Pandemie, ein Wassereinbruch und Besuchereinschränkungen haben die Besichtigung von Covalanas immer wieder verhindert. Der Aufstieg ist durchaus anstrengend, doch die Höhle die Bemühungen wert! In zwei Gruppen dürfen wir die mit roten Pigmenten ausgeführten Höhlenmalereien bewundern. Die großformatigen Darstellungen zeigen verschiedene Tiere, aber auch Symbole, sowie kleine Punkte und Linien. Die Konturen der Figuren sind mit gepunkteten Linien dargestellt, die mit den Fingern aufgetupft wurden.
El Pendo
Nach einem kurzen Mittagshalt geht es für uns weiter zur Höhle El Pendo. Hier geht es nicht bergauf, sondern in die Tiefe der Höhle. Wir steigen die Stufen zum beeindruckenden Fries hinab und dabei geht es vorbei an verschiedenen Forschungsschichten. Dann stehen wir vor einem Streifen mit mehr als zwanzig roten Figuren! Vor allem Hirschkühe wurden dargestellt und auch hier wurden die Umrisse aus Punkten gebildet. Der Regen hat sich verzogen und das Sonnenlicht fällt durch den Höhleneingang - fantastisch!
Santander und Monte Castillo
Nach einem weiteren Vortrag und der Übernachtung in Santander verbringen wir den heutigen Tag am Monte Castillo in Puente Viesgo. Er wird von unserem Reiseleiter gerne als “Heiliger Berg” bezeichnet, finden sich hier doch mehrere Höhlen mit zahlreichen Darstellungen. Auch viele Kleinkunstobjekte wurden entdeckt, die wir heute Abend noch im Museum von Santander betrachten werden.
Die Höhle El Castillo
Nach einem Besuch im neu eröffneten Interpretationszentrum geht es in die Höhle El Castillo. Für die besonders beeindruckenden Zeichnungen eines Pferdes und Bisons nutzten die eiszeitlichen Künstler geschickt die natürliche Wölbung der Wand. Vor der „Wand der Handabdrücke“ stehen wir auch in diesem Jahr voller Ehrfurcht, während wir von der Technik ihrer Entstehung erfahren. Rot gemalte Zeichen und Punkte begleiten uns dann weiter bis ans Ende der Höhle. Sie ist übersät mit Symbolen, viele sind für uns gar nicht zugänglich – was mögen sie bedeuten?
Die Höhle Las Monedas
Prähistorisches Museum Santander
Nach einer Erholungspause in Santander treffen wir uns zum Besuch des beeindruckenden prähistorischen Museums der Stadt. Ingmar führt durch die umfangreiche Ausstellung und zeigt Kleinkunstobjekte, die in den von uns bereits besuchten Höhlen gefunden wurden. Danach lassen wir uns neben dem Museum in der Markthalle nieder und plaudern bei kleinen Häppchen über unsere Erlebnisse.
Altamira, Santillana del Mar, La Loja
Ab heute begleitet uns nur mehr Sonnenschein und wir freuen uns auf Altamira! Die faszinierende Decke der Höhle von Altamira wurde naturgetreu nachgebildet und wir haben tatsächlich das Gefühl hier die originalen Bisons zu bewundern. Es bleibt genügend Zeit für einen ausgiebigen Besuch im Museum, wo Ingmar ebenfalls zusätzlich Erklärungen zu einzelnen Objekten gibt.
Die Mittagspause verbringen wir im entzückenden Städtchen Santillana del Mar und da wir einen früheren Zutritt zur Höhle von Altamira ergattern konnten, halten wir bei der Weiterfahrt zusätzlich auch noch im Städtchen Comillas. Hier werfen wir einen Blick auf den Sobrellanopalast und besuchen die außergewöhnliche Villa Quijano von Antoni Gaudí. Die malerische Küstenstraße entlang erreichen wir schließlich den Fischerort San Vicente de la Barquera, wo sich unsere nächste Unterkunft befindet.
El Pindal
Nach kurzer Fahrt erreichen wir die wunderbare Höhle El Pindal. Es ist ein großes Privileg sie tatsächlich besuchen zu dürfen, denn es wird nur selten geöffnet und nur wenige Besucher werden zugelassen. Es geht ein Stück durch den Wald und dann einige Stufen zum Eingang, dann genießen wir die atemberaubende Aussicht auf die blaue Meeresbucht. Allein das Panorama ist den Besuch wert, doch die wahre Faszination liegt in der Höhle selbst. Beeindruckende Felszeichnungen, darunter ein seltenes rotes Mammut, erwarten uns in dieser völlig naturbelassenen Höhle. Es ist eine besondere Atmosphäre und ein sicher unvergesslicher Besuch. Am Rückweg bleiben wir noch für einen Spaziergang an einem besonders schönen Aussichtspunkt stehen! Doch wir nehmen uns auch die Zeit und halten an, um eine Herde Tudancarinder zu bewundern. Die hier heimischen Tiere erinnern in vielen Merkmalen an die ihre wilden Vorfahren, die heute ausrotteten Auerochsen.
Nach einem sonnigen Nachmittag in San Vicente de la Barquera treffen wir uns nochmals zu einem Vortrag und lassen uns dann eine üppige Mahlzeit in einem Fischrestaurant schmecken.
Ribadasella
Das Centro de Arte Rupestre & Tito Bustillo
Der letzte Höhlenbesuch der Reise ist sicherlich ein besonderes Highlight. Tito Bustillo begeistert mit absolut einzigartigen Darstellungen am Hauptpanel in violetter Farbe. Unser Guide weist auf die verschiedenen Zeichen und Tiere hin, zeigt wie geschickt die Künstler die Wände glatt erscheinen ließen und nimmt sich ausgiebig Zeit für unseren Besuch. Vor und nach der Höhle statten wir dem zugehörigen Centro de Arte Rupestre einen Besuch ab. Im Museum sind auch die für die Öffentlichkeit unzugänglichen Darstellungen zu bewundern, bewegliche Kleinkunst ist ausgestellt und mitreißende Filminterviews mit den damaligen Höhlenentdeckern zu sehen.
Nach dem Mittagshalt im kleinen Ort Ribadasella kehren wir nach Bilbao zurück. Nochmals gehen wir gemeinsam Abend essen, lassen die Highlights der Woche Revue passieren und planen zukünftige gemeinsame Touren.
Vielen Dank nochmals auch an alle Reiseteilnehmer für die rege Beteiligung - es ist auch für uns Reisebegleiter immer etwas Besonderes, wenn die Reise zusätzlich mit Fachwissen aus ganz anderen Bereichen ergänzt wird! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch!
Ausblick auf weitere Reisen zur Höhlenkunst
Bilderhöhlen Südfrankreich
Chauvet, Cosquer und östliche Pyrenäen
- Fr 16.Mai - Fr. 23.Mai 2025
- faszinierende Repliken Cosquer und Chauvet
- Fundstellen, Museen, Höhlen von Niaux bis Gargas
- traumhafte Landschaft Südfrankreichs
8 Tage Archäologiereise 8 bis 16 Personen
ab 3.050 € (inklusive Flug)
Steinzeitliche Höhlen Frankreichs
Savoir vivre in der Steinzeit!
- SA 31.Mai - SA 7.Jun 2025
- Lascaux IV und Originalhöhlen
- bekannte und unbekannte Fundorte
- Experte als Reiseleitung
8 Tage Archäologiereise 8 bis 13 Personen
ab 2.990 € (inklusive Flug)
Bilderhöhlen in Nordspanien
Begeisternde prähistorische Höhlenkunst!
- 1.Sep - 8.Sep 2025
- unglaubliche Steinzeitkunst
- Höhlen, Fundorte, Forschungszentren
- Asturien, Baskenland, Kantabrien
8 Tage Archäologiereise 8 bis 12 Personen
ab 2.760 € (inklusive Flug)
Portugal
Steinzeitkunst von Lissabon bis Porto
- 29.Sep - 7.Okt 2025
- Steinkreise und die einzige Bilderhöhle Portugals
- faszinierende Felszeichnungen im Vale do Côa
- Siega Verde in Spanien
8 Tage Archäologiereise 8 bis 16 Personen
ab 3.250 € (inklusive Flug)
Archäologische Studienreisen
Die beliebten Reisen zur Höhlenkunst und zu den spannenden Fundorten in ganz Anatolien, sowie Albanien stehen natürlich wieder auf dem Programm. Doch zusätzlich folgen wir den Spuren der Seidenstraße in Aserbaidschan, bewundern christliche Kirchen in der fantastischen Landschaft Armeniens und unternehmen eine ganz besondere Tour durch Kambodscha. Kommen Sie mit und folgen wir den Spuren der Geschichte!